Die Violetten: Neue Farbe, neues Glück
Veröffentlicht am 15. Januar 2008, 19:47 Uhr
Von Bastian Ewald.
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Das Signet der Violetten ist ein Schmetterling – ihr „Symbol der Wandlung“
(Bild: Wikimedia Commons/Carl Spitzweg)
Schwarz, rot, gelb, grün oder violett, die politische Farbenlehre hierzulande ist bunt. Moment mal – violett? „Eine weitere Farbe mit Symbolcharakter, die Farbe der Transformation“, erklärt Judith Gutsch, die hessische Spitzenkandidatin der Violetten – die Partei für spirituelle Politik. Eine „transformationelle“ Farbe also, der spirituelle Laie fragt sich da natürlich was das wohl zu bedeuten hat. „Wir möchten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit schaffen. Wir sind alle Teil eines größeren Ganzen“, so erklärt es Thomas Crecelius-Lamboy, der Landesvorsitzende.
Es geht also um ganzheitliche Politik – gelebte Gemeinschaft in allen Lebensbereichen.
Die Partei sieht sich als Vertreterin der spirituellen Menschen an. Von all jenen, die sich der geistigen Dimension unserer Welt bewusst seien und nicht nur rein materialistische Weltanschauung in der Politik vertreten sehen möchten. 1358 Hessen sahen das offensichtlich genauso und stimmten im November, mit ihrer Unterschrift, für die Zulassung zur Landtagswahl.
Freundliches Logo, aber mit ernsthaftem politischen Anspruch.
(Bild: Die Violetten)
Kurzum: Nett sind sie, die Violetten. Aber auch überlebensfähig, in den undankbaren, realpolitischen Sphären?
Gerade der Realpolitik fehle die Einsicht in das Prinzip der Einheit, führt Crecelius-Lamboy aus. „Die meisten Probleme der heutigen Zeit wären erst überhaupt nicht entstanden, wenn man aus ganzheitlicher Sicht gehandelt hätte.”
Sie setzen sich ein für Transparenz in Politik und Wirtschaft, direkte Demokratie und respektvollen Umgang mit der Natur – da sind sich wohl die meisten Parteien einig. Doch da ist es wieder, das „Ganzheitliche“, wenn es um Erziehung und Bildung geht:
Spitzenkandiatin Judith Gutsch: „Chancengleichheit und freie Bildung für alle ist für uns selbstverständlich. Dieses Recht gilt quasi ab der Geburt. Familien sollten die größtmögliche Unterstützung erhalten. Das gilt auch beim Thema Ausländerpolitik – von unserem Ministerpräsidenten aktuell angesprochen. Wir setzen auf den Dialog und das Verständnis miteinander und untereinander. Es gilt, alle Kinder und Jugendliche vom frühesten Zeitpunkt an einheitlich und gleichzeitig individuell zu behandeln. Anstatt problematische ausländische Jugendliche auszuweisen, müssen im Erziehungsbereich Gelder zur Verfügung gestellt werden, um präventiv zu arbeiten. Dies zahlt sich in der Zukunft aus.“
Stehen die Chancen auf einen der heiß begehrten Plätze im Landtag gewählt zu werden auch nicht sonderlich gut „sind wir schon zufrieden, wenn wir zu einer gemeinsamen Bewusstseinsentwicklung beitragen können“, relativiert Thomas Crecelius-Lamboy.
So ist das also mit der transformationellen Farbe, denn farbenfroher macht sie den Wahlkampf allemal.


# 2 |
Stephan C. sagte am 15. Januar 2008 um 23:09 Uhr:Was es nicht alles gibt im hart umkämpften Hessen! Frage mich nur, wie diese netten Leute Wahlkampf machen? Den das impliziert ja auch den Begriff „Kampf“ – kann man denn auch „nett“ kämpfen? Ob man ganzheitlich auf Stimmenfang gehen kann? Ich trinke mal eine grünen Tee… und denke darüber nach.
# 3 |
Judith Gutsch sagte am 16. Januar 2008 um 13:18 Uhr:Hallo, lieber Stephan C.
Wir, „Die Violetten – für spirituelle Politik“ kämpfen nicht, wir machen ein „Wahl-Vorspiel“. Das Wort mag vielleicht kurios klingen, doch es beinhaltet unsere Sicht der Dinge: Wir sind für ein friedliches Miteinander. Wir gehen tatsächlich neue Wege und suchen das Verbindende an Stelle des Trennenden. Konkret heißt es, wir setzen uns ein FÜR eine Sache, FÜR neue Lösungswege. Wir leben in EINER Welt, in der alles miteinander verbunden ist. Wir möchten mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und den anderen Parteien zusammenarbeiten – zum Wohle des Ganzen.
Liebe Grüße
Judith Gutsch
# 4 |
Marcus Volk sagte am 16. Januar 2008 um 13:43 Uhr:Hallo,
finde das Programm der Violetten ganz toll.
Habe schon mein Kreuzchen für die Violetten per Briefwahl gemacht.
Unbedingt wählen gehen!!!
Wünsche den Violetten Viel Erfolg!!
Marcus Volk
# 5 |
Judith Gutsch sagte am 16. Januar 2008 um 18:14 Uhr:Danke :-)))
# 6 |
Derk Elte sagte am 17. Januar 2008 um 15:29 Uhr:Besteht bei der Innovation Nutzhanf nicht die Gefahr von Drogenmissbrauch?
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass der THC-Wert von Nutzhanf bei Personen die den Umgang mit Rau(s)chmitteln nicht gewöhnt sind, sehr wohl einen Rauschähnlichen Zustand bewirken kann.
Liebe Grüße
# 7 |
Judith Gutsch sagte am 21. Januar 2008 um 13:51 Uhr:Hallo Derk,
bei Nutzhanf handelt es sich um eine durch spezielle Züchtung veränderte Cannabis-Sorte. Damit sie in Deutschland überhaupt angebaut werden darf, muss sie einen sehr geringen THC-Gehalt haben (lt. Wikipedia bei 0,3%). Der Anbau ist streng kontrolliert.
Ich denke die Unfallgefahr, dass sich jemand aus Versehen einen Rausch holt, ist hier doch sehr gering. Könnte es sein, dass es sich bei den von dir benannten Rauscherlebnissen von Nutzhanf-Produkten um Hanf-Bier gehandelt hat? Das würde den Rauscheffekt (allerdings durch Alkohol) erklären
Im Übrigen dürfte ein so unfreiwilliger Rausch eher unangenehm ausfallen und nicht unbedingt gleich einen weiteren Missbrauch nach sich ziehen.
Einen gezielten Missbrauch würde ich hier weniger befürchten, denn wer einen „richtigen Rausch“ haben möchte, findet da wohl geeignetere Wege und Mittel.
Ein ähnliches Beispiel ist hier auch der Mohn. Denn nach dem Essen von Mohnkuchen/Mohnbrötchen fällt ein anschließender Opiat-Drogentest tatsächlich noch positiv aus, auch wenn der Opiat-Gehalt in diesem Mohn viel zu gering ist, einen bewussten Rausch auszulösen.
(Text S.Clemenz)
Liebe Grüße
# 8 |
Peter B. sagte am 21. Januar 2008 um 22:26 Uhr:Sehr schöne Sache mit den „Violetten“. Würde mich über ein halbwegs gutes Abschneiden bei der Wahl für diese Partei freuen. Endlich mal ein etwas anderer Denkansatz in der Politik. Gibt es so was auch in Franken? Überall ist Alkohol in konzentriertester Form erhältlich und niemand scheint es zu stören. Aber wegen ein bisschen Hanf kommen schon wieder die ganz großen Bedenken. Wir benutzen im Geschäft seit Jahren Hanfshampoos und Haarkuren und da bleiben (leider?) jegliche Rauschzustände auch bei Dauereinsatz völlig aus. L.G. Peter
# 9 |
Judith Gutsch sagte am 22. Januar 2008 um 09:24 Uhr:Hallo Peter,
herzlichen Dank für das freundliche Feedback. Ja, wir, Die Violetten, sind auf dem Weg, eine neue Kultur und ein Miteinander in die Gesellschaft zu bringen.
Der Landesverband Bayern der Partei Die Violetten bereitet sich auf die Landtagswahl im Herbst vor und freut sich über Unterstützung!
Ihnen alles Gute!
Liebe Grüße
# 10 |
Merija sagte am 22. Januar 2008 um 13:17 Uhr:Yippeee! 38% gleich auf von SPD und CDU. Jetzt müssen nur die Grünen noch kräftig in die Puschen kommen und mein Alptraum wird am 27.1. enden und vielleicht erfindet sich die SPD in Hessen ja tatsächlich nochmal neu nach der Agenda2010. Alt-Clement hat jedenfalls deutlich gemacht, wieso viele SPD-Wähler nicht mehr wählen wollten. Gut, dass der jetzt in Politikerrente sitzt. Leute geht wählen – es lohnt sich wieder! Und bitte, bitte verschenkt bei dieser kanppen Wahl nicht Eure Stimmen an sowas wie die Violetten, das könnt ihr dann das nächste Mal machen. Hessen hat politische Ernsthaftgkeit verdient – Sandkastenspiele bitte zurückstellen!!!
# 11 |
Judith Gutsch sagte am 22. Januar 2008 um 19:31 Uhr:Hallo Merija,
keine Panik! Wir sprechen vor allem die Gruppe der bisherigen Nichtwähler an.
Liebe Grüße
# 12 |
Derk Elte (Derk Elte --> Der Kelte) sagte am 22. Januar 2008 um 21:49 Uhr:Als ob irgendjemand Shampoo säuft um high zu werden ?!